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| 22:17 Uhr | 23.05.2013 | ||||||||||||||
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Presse
Wo sollen die neuen Windradriesen gebaut werden? CDU/FDP-Gruppe fordert klare Aussagen der Stadtverwaltung Göttingen. Auf den Höhenzügen rings um Göttingen werden munter von verschiedenen Interessenten neue Windkraftanlagen mit über einhundertzwanzig Metern Nabenhöhe geplant. Die Stadtverwaltung hat es bisher nicht für nötig befunden, den Rat hierüber auch nur ansatzweise zu informieren. Die CDU/FDP Ratsgruppe fordert nun in einem Ratsantrag klare Aussagen der Verwaltung zu möglichen Standorten und zum Stand einzelner Projektplanungen. „Es gibt politisch eine Parallele zwischen Fahrrädern und Windrädern: Fahrräder gelten als das umweltfreundlichste Verkehrsmittel, also unternimmt der Gesetzgeber möglichst wenig, um den Radverkehr zu reglementieren. Die fehlenden Rechtsgrundlagen führen allerdings dazu, dass es nicht möglich ist, mit der Halde von alten und neuen Drahteseln in der Fußgängerzone und vor dem Bahnhof auf rechtsverbindliche Weise klarzukommen. Vor einem ähnlichen Dilemma stehen wir jetzt bei den Windrädern. Die Energiewende ist parteiübergreifend gewollt und kommt nur zögerlich in Gang. Also wird auch hier versucht, mit möglichst wenigen Reglementierungen es den Kommunen vor Ort zu überlassen, wo sie neue Windkraftanlagen zulassen wollen und wo nicht“, erklärt Holger Welskop, planungspolitischer Sprecher der CDU/FDP Ratsgruppe. „So gibt es lediglich eine Empfehlung des Landkreistages, welche Abstände zu Wohngebieten gewahrt bleiben sollen. Deppoldshausen gilt zum Beispiel lediglich als Streusiedlung und hier sollen fünfhundert Meter Mindestabstand schon genügen. Das mag schon bei den älteren kleinen Windmühlen zu wenig sein, heute wird jedenfalls in unseren Breiten keine Anlage unter einhundertzwanzig Metern Nabenhöhe mehr geplant. Dazu kommen dann noch die Rotoren mit fünzig bis sechzig Metern Länge. Damit sind solche Anlagen höher als der Fernsehturm auf dem Osterberg mit einhundertfünfundfünfzig Metern. Die Ratsgruppe hat noch eine ganze Reihe weiterer Fragen gestellt zu Mindestabständen zu Naturschutzflächen, zur erforderlichen Beleuchtung wegen der Rettungsflugverkehrs, zu Schlagschatten und zur Infraschallbelastung. Wir erwarten von der Stadtverwaltung klare Aussagen und nicht erst überstürzte Tischvorlagen, wenn es dann mal wieder ganz schnell gehen muss mit einer Genehmigung“, so Welskop. Ältere Artikel finden Sie im Archiv. |
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