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Ella-Bülow-Allee
CDU/FDP Gruppe wünscht neues Nachdenken über die Straßenbenennung
„Wir wünschen uns ein neues Nachdenken über die zukünftige Straßenbenennung im Bereich der früheren Brauerei; den aktuellen Verwaltungsvorschlag halten wir für ungenügend und einfallslos“, sagt der stellvertretende Gruppenvorsitzende Holger Welskop.
Die CDU/FDP Gruppe hat im letzten Kulturausschuss die Vertagung der Straßenbenennung im Bereich der ehemaligen Brauerei beantragt. Der Benennungsvorschlag der Verwaltung war „Anna-Zammert-Allee“, nach der ersten Frauensekretärin einer Einzelgewerkschaft in Hannover und Reichstagsabgeordneten für den Wahlkreis Südhannover-Braunschweig. Dies ist jedoch der einzige Bezug zu Göttingen. Der vorherige, mit den Eigentümern der Fläche am Brauweg abgestimmte Namensvorschlag „Ella-Bülow-Allee“ wird mittlerweile von der Verwaltung „nicht weiter verfolgt“, nachdem der Eintritt der damals 21-jährigen 1937 in die NSDAP recherchiert wurde.
„Solange bei Ella Bülow nicht mehr festgestellt wird als die reine Mitgliedschaft in Jugendjahren in der NSDAP, ist dies für uns kein Ausschlusskriterium“, erklärt Holger Welskop für die CDU/FDP Gruppe und weiter: „Ihr späteres Handeln und der jahrzehntelange energische Einsatz für den Natur- und Umweltschutz in Göttingen waren die Verdienste, für die sie mit der Ehrenmedaille der Stadt ausgezeichnet wurde; das darf nicht plötzlich vergessen sein.“
Die CDU/FDP Gruppe befürwortet ein nochmaliges Nachdenken über eine ansprechende und zur Geschichte dieses Bereiches der alten Brauerei und der zukünftigen Entwicklung passenden Straßenbenennung. „Wir sind nicht der Meinung, dass um jeden Preis ein Frauenname gefunden werden muss“, sagt Holger Welskop abschließend.
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